Rose in Mittelberg
Bergwiese statt Küchenkräuter
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Heu hat Endres stehts im Haus. Entweder kocht der Küchenmeister einen Sud daraus oder er gart die Speisen direkt darin. "Das gibt ein besonders würziges Aroma", schwärmt der Genießer. Seinen Vorrat bezieht er aus Pfronten, "wo dafür extra Bergwiesen geerntet werden." Sie liegen mindestens 900 Meter über dem Meeresspiegel und werden weder beweidet noch gedüngt. die Gemeinde Pronten will ihr Heu vom Berg auch als Plus für den Ort vermarkten. "Pro Quadratmeter wachsen hier über 70 Heilpflanzen und -kräuter", von Arnika und Blutwurz bis Schafgarbe und Pimpinelle... Eine eigene Heu-Karte listet alle Extra-Kreationen auf, die Gäste in der Rose ausprobieren können: Ob "Eingemacht's Kalbfleisch", "Berglar-Lendchen" oder Rumpsteak. Mal nimmt der Koch dafür Heubutter, mal bäckt er die Kartoffeln im Heu aus oder lässt das Fleisch im Heusud ziehen. Selbst, wer einfach nur eine Brotzeit isst, kommt ohne eine Ahnung vom Heu-Geschmack nicht davon: Likör und Lebenswasser sind mit Bergwiesenheu verfeinert. "Ich hab' da einen Brenner am Bodensee...", verrät Küchenchef Endres, "der ist ein echter Geheimtipp. Er brennt nur für drei Leute!" Bei den Gästen sind die feinen Tropfen hochgefragt. Und wir kennen eine schöne Liaison zwischen Oberallgäu und Bodensee mehr...
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